Impfung

Die außergewöhnliche Fähigkeit der Leguminosen, mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft zu binden, stellt den Nachfrüchten über Gründüngung oder Ernterückstände bis zu 100 kg N/ha – verteilt über 2 Jahre – zur Verfügung. Im ökologischen Anbau sind Leguminosen deshalb unersetzlich. Dabei gehen die Knöllchenbakterien mit den Lupinenpflanzen eine Symbiose ein. Wegen der engen Abhängigkeit kommen die Bakterien jedoch nicht in Böden vor, auf denen noch nie oder lange Zeit keine Leguminosen angebaut wurden.

Schon lange ist bekannt, dass es kein allgegenwärtiges „Universal-Knöllchenbakterium“ gibt, sondern jede Leguminosenart auf den ihr angepassten Bakterien-Stamm anspricht. Dieser Tatsache trägt man Rechnung, indem das Saatgut vor der Aussaat mit artspezifischen Bakterienpräparaten geimpft wird.

Saatgutimpfung mit den RADICIN®-Agrobakterien

Das RADICIN-Institut befasst sich seit 1926 mit der Selektion und Züchtung sowohl symbiotischer Knöllchenbakterien als auch freilebender stickstoffbindender Azotobacter.

Internet: http://www.jost-group.com/radicin.html

Saatgutimpfung mit HISTICK® L

Der Impfstoff von BASF besteht aus selektierten Rhizobien-Stämmen, die sich durch eine besonders intensive Stickstoffbindung auszeichnen. Das ist Voraussetzung für die Lupine, Stickstoff möglichst effizient aus der Luft zu binden und für die Pflanzen nutzbar zu machen.

Broschüre BASF und Gebrauchsanweisung

Mehr zum Thema auch unter:

Maximilian Heindl: „Impfung von Leguminosen – welche Möglichkeiten gibt es?“ (Saatguthandelstag am 11./12.06.2015)