Für die Planung der Fruchtfolge

FruchtfolgeGrundsätzlich tragen Lupinen zu einer Auflockerung der Fruchtfolge bei. Der wichtigste Aspekt bei der Eingliederung der Lupine in die Fruchtfolge ist die Selbstunverträglichkeit. Anbaupausen von mindestens 4, besser bis zu 7 Jahren auch zu anderen Leguminosen inklusive Kleegrasmischungen sollten Sie unbedingt einhalten, sonst kann es zu Ertragsverlusten durch unterschiedliche Pilzkrankheiten kommen. Sehr gut eignet sich Getreide als Vorfrucht. Im Zwischenfruchtanbau vor Lupinen kann Serradella eingesetzt werden, da diese die einzige Pflanze ist, die dieselben Rhizobien zur Stickstoffsammlung nutzt und so die Bakterien schon im Boden angereichert werden. Das testen wir in 2016 auf einem Leuchtturmbetrieb und werden berichten. Auf Standorten mit langer Anbaupause beider Kulturen sollten Sie die Lupinen mit den Rhizobien impfen.
Die Nachfrucht profitiert von der Stickstofffixierung, was eine Reduzierung der N-Düngung um 20-30 kg/ha möglich macht. Der Lupinenanbau verbessert zusätzlich die Bodenstruktur durch das starke, weit verzweigte Wurzelsystem, wirkt humusmehrend und verbessert die Phosphatverfügbarkeit im Boden. Zur optimalen Ausnutzung der positiven Effekte empfiehlt sich der Anbau eines Wintergetreides nach Lupinen.

Zur Betrachtung des Deckungsbeitrages der Lupine ist ihr Vorfruchtwert zu berücksichtigen (ca. 120 Euro/ha im konventionellen Anbau). Im ökologischen Anbau liegt der Vorfruchtwert höher.

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UFOP-Praxisinformation – Der Wert der Körnerleguminosen im Betriebssystem