Klimaansprüche

Die Gelbe Lupine stellt die niedrigsten Ansprüche an das Klima. Der Wasserbedarf ist gering. Auf Grund ihrer Trockentoleranz wächst sie gut auf Sandböden. Für den Anbau in Höhen- und Küstenlagen, sowie auf kalkreichen Böden und solche mit stauender Nässe ist sie nicht geeignet.

Die Blaue Lupine ist weniger frostempfindlich, dafür hat sie einen höheren Wasserbedarf. Die Weiße Lupine hat von allen drei Süßlupinenarten den höchsten Wärmebedarf (Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: Lupine – Anbau und Verwertung, 2. Auflage 2016).

Gelbe Lupine: keine zu hohen Temperaturen in der Jugendentwicklung; trockenes Wetter während der Reifezeit; Vegetationsdauer: 135 bis 150 Tage (je nach Sorte).

Blaue Lupine: Gebiete mit kurzer Vegetationszeit; Vorgebirgslagen, Küstengebiete; Vegetationsdauer: 120 bis 150 Tage (je nach Sorte).

Weiße Lupine: warmes feuchtes Frühjahr; hohe Erträge erfordern kühle Temperaturen bis zum Rosettenstadium sowie gute Wasserversorgung zur Blüte; Vegetationsdauer: 140 bis 175 Tage (je nach Sorte)

Dr. Peter Römer, Südwestsaat GbR

Staunasse Böden scheiden für den Lupinenanbau aus. Obwohl Lupinen zur Keimung und während der Blüte einen relativ hohen Wasserbedarf haben, sind sie insgesamt als trockenverträglich einzustufen. Die kräftige, tiefreichende Pfahlwurzel bewirkt, dass die Wasseraufnahme der Lupinen bei Trockenheit sehr effizient ist….

Für einen erfolgreichen Anbau sind bei Weißen Lupinen die hohen Wärmeansprüche zu berücksichtigen. Blaue Lupinen hingegen zeigen hier die geringsten Ansprüche. Fröste nach der Aussaat bis – 8°C werden schadlos von ihr überstanden. Gelbe und Weiße Lupinen vertragen Fröste bis – 4°C. Bei Temperaturen unter – 8°C erfriert bei Blauen Lupinen der Vegetationskegel. Die neu gebildeten Seitentriebe können aber wie im Jahr 2005 beobachtet einen spürbaren Ertragsausfall nicht verhindern. (aus Gesellschaft zur Förderung der Lupine e. V.: Lupinen – Anbau und Verwertung, 5. Auflage, 2007)