Anthraknose

Im Jahr 2017 waren Lupinenbestände vermehrt von Anthraknose befallen (auch Blaue Süßlupine). Es ist anzunehmen, dass die feucht-warme Witterung mit dafür verantwortlich ist. Erkennbar ist die Pilzerkrankung bei der Lupine an einem rötlichen Belag auf den Befallstellen. Zunächst entsteht der Eindruck eines Herbizidschadens, da die Pflanzen beginnen, sich über die Befallstellen zu krümmen bzw. zu drehen.

Erste Symptome zeigen sich am Ende des Blattstiels. Die Blätter werden schlaff und hängen herunter. Sie vertrocknen und fallen später ab. Außerdem bilden sich die Blütenstängel nicht mehr gerade aus, sondern verdrehen sich. An den Stängeln wie an den Hülsen entstehen die so genannten Brennflecken. Man erkennt eingesunkene Stellen mit einem braunen Rand mit orangen Stellen in der Mitte, die das Sporenlager des Pilzes kennzeichnen. „Erfahrungen aus der Praxis haben in den letzten Jahren gezeigt, dass ein Anthracnose-Spätbefall im Bestand in ertraglicher Hinsicht toleriert werden kann.“ (Dr. Peter Römer, Südwestsaat GbR Rastatt). Eine direkte Bekämpfung mit Fungiziden (z.B. Folicur, Ortiva, Switch) kann den Befallsdruck reduzieren, wird aber aufgrund der höheren Kosten in der Regel nur im Vermehrungsanbau empfohlen. Der Einsatz dieser Mittel erfolgt entsprechend den Anwendungshinweisen auf den Verpackungen sowie den jeweils geltenden Zulassungsverfahren in den Ländern.

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