Blattrandkäfer

Blattrandkäfer können einen Bestand bereits früh im Jahr schädigen – vor allem dann, wenn es witterungsbedingt (kühl-trockenes Frühjahr) zu verzögertem Auflauf und langsamer Jugendentwicklung der Körnerleguminosen kommt. Da sich der Blattrandfraß später auswächst und größere Schäden oft nicht zu erkennen sind, wurden sie bisher  meist wenig beachtet. Allerdings hat sich der Käfer immer stärker vermehrt. Zudem geht die Gefahr weniger von den Käfern, sondern in viel größerem Umfang von seinen Larven aus, die sich nach dem Schlüpfen an den Wurzeln und Knöllchen der Leguminosen ernähren und so das Wachstum der Pflanzen sehr stark schädigen können.

Empfehlung

Die auflaufenden Bestände sollten intensiv auf Blattrandfraß kontrolliert werden und bei starkem Befall gegebenenfalls eine frühe Behandlung durchgeführt werden. Eine Bekämpfung der Käfer ist aber nur bei einem starken Befall (Überschreitung des BRW) bis etwa zum 6-Blattstadium erforderlich. Da sich die Käfer bei der geringsten Bewegung auf den Boden fallen lassen, müssen diese dort auch von dem Spritznebel getroffen werden. Eine hohe Wassermenge und ein sehr tief hängendes Spritzgestänge sind dazu notwendig. Mehr Informationen, auch zu Schadensbild und Bekämpfung, finden Sie auf der Internetsite des Informationssystems Integrierte Pflanzenproduktion e.V.  und hier. Weitere Infos zur Bekämpfung des Blattrandkäfers im Ökolandbau gibt es auf dem Informatiosportal Ökolandbau.