Sortenempfehlungen für 2017

Zur Aussaat 2017 stehen keine neu zugelassenen  Sorten der Bundessortenanstalt zur Verfügung. Die folgende Tabelle fasst die aktuellen und mehrjährigen Erträge bekannter Sorten zusammen (LFA M-V Gülzow).

P_Lupinen_Sorten_ks-2

Weitere Sorteninformationen finden Sie in der Ausgabe 03/2017 des agrarmagazin, die am 24. Februar erscheint.

Empfohlene Aussaatstärken finden Sie hier. Die Reihenabstände entsprechen denen des Getreides. Wird zur mechanischen Unkrautbekämpfung eine Hacke verwendet, sind weitere Abstände bei gleicher Aussaatstärke möglich. Bei der Einzelkornsaat kann die Saatstärke deutlich reduziert werden. Ausschlaggebend für den Zeitpunkt der Aussaat (Mitte März bis Anfang April) ist die Bodentemperatur. Zeitige Saaten fördern zwar das generative Wachstum mit kleineren Pflanzen und einem höheren Ertragspotential, verlängern aber in kalten Böden die Auflaufzeiten und erschweren die Bekämpfung des noch nicht aufgelaufenen Unkrauts.

Bei einer Anbaupause von mehr als 8 Jahren sollte generell eine Impfung der Saat erfolgen. Im konventionellen Anbau schützt eine Beizung vor Pilzkrankheiten. Zusätzliche Informationen zu Impfstoffen finden Sie auch hier.

Sortenempfehlungen

Boregine (verzweigt):

  • langjährige Ertragsstabilität mit hohen Erträgen,
  • hohe Tausendkormmasse (TKM),
  • Rohproteinwerte leicht überdurchschnittlich,
  • gute Unkrautunterdrückung,
  • möglichst früzeitige Aussaat.

 

Probor (verzweigt):

  • neigt zu Ertragsschwankungen und kürzerem Wuchs,
  • geringe Tausendkormmasse (TKM),
  • überdurchschnittliche Proteinwerte,
  • wird trotz Schwächen in der Bestandesetablierung aber hohem Proteingehalt für die innerbetriebliche Verwertung empfohlen.

 

Mirabor (verzweigt):

  • jährlich schwankende Erträge,
  • hohe Tausendkormmasse (TKM),
  • überzeugte 2016 auf sandigen Böden,
  • Schwächen in der Standfestigkeit,
  • Empfehlung für leichte Standorte.

 

Boruta (endständig):

  • Blüte und Reife etwas früher und gleichmäßiger als bei verzweigten Sorten (auch auf besseren Böden mit guter Wasserversorgung),
  • geringe Tausendkormmasse (TKM),
  • mehrjährige Erträge im Mittel leicht unter dem Durchschnitt,
  • Gefahr des Hülsenplatzens (rechtzeitige Ernte).

 

Gelbe und Weiße Lupinen:

werden aufgrund ihrer hohen Anfälligkeit für Anthraknose nur noch vereinzelt angebaut. Die Gelbe Lupine erreicht hohe Rohproteinwerte auf leichten Standorten.

Die Weiße Lupine ist vorwiegend für bessere Standorte und hier für die Wertschöpfungskette Ernährung privilegiert.

 

Weiterführende Links:

Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes (2016)

Mecklenburg-Vorpommern:

Brandenburg

Sachsen-Anhalt

Sachsen

Thüringen

Niedersachsen

Nordrhein-Westfalen