EU-Projekt LEGATO für die Wiedereinführung von Hülsenfrüchten auf europäischen Feldern

Bohnen, Erbsen und Linsen, auch Hülsenfrüchte genannt, stellen für Mensch und Tier eine reichhaltige Eiweißquelle dar. Aber trotz all ihrer Vorteile ist ihr Anbau in Europa in den letzten 40 Jahren stetig zurückgegangen. Bei Futtermitteln importieren wir etwa 70 % unseres Bedarfs an eiweißreichen Produkten, was zunehmend an geopolitischer Bedeutung gewinnt, da die Weltpreise für Proteine weiter stark ansteigen. Das Projekt LEGATO (LEGumes for the Agriculture of Tomorrow), das Anfang März gestartet wird, wird sich mit diesem Problem beschäftigen, indem es die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Hülsenfrüchte verbessert und die nachhaltige Wiedereinführung von Körnerleguminosen in unsere Anbausysteme erhöht.

An LEGATO beteiligen sich 17 Forschungseinrichtungen und 10 Unternehmen oder Berufsverbände aus 12 europäischen Ländern, um sich auf Zucht- und Management-Methoden für die wichtigsten in Europa angebauten Körnerleguminosen oder Hülsenfrüchte, d. h. Erbsen und Ackerbohnen, zu konzentrieren. Ihre Arbeit soll dafür sorgen, dass mehr Leguminosen in Europa angebaut werden, wo sie derzeit nur auf weniger als 2 % der kultivierten Ackerflächen vertreten sind, im Gegensatz zu mehr als 10 % in China und auf dem amerikanischen Kontinent. (Link)

Quelle: INRA

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