Lupinen in der Milchviehfütterung

Mit Ausnahme der Fütterung in ökologisch wirtschaftenden Betrieben spielt der Einsatz heimischer Hülsenfrüchte bei uns bisher noch eine eher untergeordnete Rolle, aber durch die Greening-Verpflichtungen, Ackerfuchsschwanzprobleme im Ackerbau, GVO-Freiheit etc. erfahren die Körnerleguminosen derzeit eine Renaissance.

Insbesondere die steigende Nachfrage nach gentechnisch unveränderten Milchprodukten macht die Körnerleguminosen interessant für den Einsatz in der Rinderfütterung.  GVO-frei zu füttern heißt zumeist, auf Soja zu verzichten, zumal Nicht-GVO-Soja derzeit knapp und teuer ist. Bekanntlich können auch Hochleistungskühe ausschließlich mit Rapsschrot als Eiweißfuttermittel versorgt werden. Aber wenn nahezu alle Kühe in Deutschland nur noch Raps- und kein Sojaschrot mehr bekommen und die anderen Nutztierarten auch noch ihren möglichen Anteil erhalten sollten, würde die derzeit verfügbare Menge bei weitem nicht ausreichen. Im Vergleich zu Ackerbohnen und Erbsen zeichnen sich Lupinen durch höhere Rohproteingehalte sowie durch höhere Energiegehalte aus. Für bestimmte Rationstypen kann der geringere Stärkegehalt vorteilhaft sein. Wegen der Anfälligkeit gegenüber der Pilzkrankheit Anthraknose spielt derzeit nur die Blaue Lupine eine Rolle.

Um zu prüfen, welche Leistungen durch die Verfütterung von Lupinen zu erwarten sind, wurde in Kooperation mit der LWK Niedersachsen am Zentrum für Tierhaltung und Technik in Iden ein Versuch zum Einsatz von Blauen Lupinen in der Milchkuhfütterung durchgeführt.

Weitere Informationen zum Futterwert der Blauen Lupine, zu Rationszusammensetzungen und zu Ergebnissen des Fütterungsversuchs finden Sie hier: Lupinen in der Milchviehfütterung (Andrea Meyer, LWK Niedersachsen, und Thomas Engelhard, ZTT Iden)